ChatGPT-Features für Marketer: Deep Research, Canvas, Projects, Custom GPTs & Co

In den letzten beiden Blogbeiträgen haben wir uns bereits intensiv mit den unterschiedlichen OpenAI-Modellen (hier geht’s zum Vergleich der Modelle) und der Nutzung des neuen Bildgenerators (mehr dazu hier) beschäftigt.
Heute werfen wir einen genaueren Blick auf die spannenden Funktionen, die OpenAI innerhalb von ChatGPT anbietet – und wie du sie gezielt für dein Marketing nutzen kannst.

Inhaltsverzeichnis

Canvas: Interaktives Schreiben mit KI

Canvas ist eine Benutzeroberfläche in ChatGPT, die über den reinen Chat hinausgeht. Anstatt nur in der Chat-Blase zu antworten, öffnet ChatGPT mit Canvas ein separates Fenster, in dem Mensch und KI nebeneinander an einem Dokument arbeiten können​. Konkret erlaubt Canvas, längere Texte oder Code strukturiert zu bearbeiten: Man kann Abschnitte markieren und erhält direkt Inline-Vorschläge und Feedback von ChatGPT im Text selbst​. Der Clou: ChatGPT versteht dank Canvas besser, woran du gerade arbeitest, und kann das große Ganze im Blick behalten. Du behältst jederzeit die Kontrolle – der Text oder Code lässt sich manuell editieren, ältere Versionen können wiederhergestellt werden, und es gibt praktische Aktions-Buttons (z.B. „Text kürzen“ oder „Code debuggen“) für schnelle Anpassungen​.

 

Anwendung im Marketing

 

  • Content-Erstellung & -Optimierung: Marketer können Blogartikel, E-Mail-Entwürfe oder Social-Media-Posts in Canvas verfassen und von ChatGPT optimieren lassen. Zum Beispiel könnte eine Marketing-Managerin einen Blogpost-Entwurf ins Canvas kopieren und ChatGPT bitten, den Ton an ein Laienpublikum anzupassen oder die Länge zu kürzen – ChatGPT nimmt die Änderungen direkt im Text vor.

  • Kreatives Texten im Team: Canvas eignet sich für kollaboratives Schreiben. Ein Teammitglied kann einen Text beginnen, der andere setzt fort, während ChatGPT als KI-Lektor Grammatikvorschläge oder stilistische Verbesserungen einfügt. Besonders für KI Marketing Schulung-Workshops kann das eine praktische Demonstration sein, wie Mensch und KI zusammen kreativ texten.

  • Code-Snippets im Marketing: Auch Marketer kommen mit Code in Berührung (z.B. HTML für Newsletter oder Tracking-Skripte). In Canvas kann man Code-Snippets einfügen und ChatGPT um Debugging oder Kommentarebitten. Für Marketing-Webseiten könnte ein Marketer etwa einen Formular-Code einfügen und ChatGPT nach Verbesserungen fragen – die KI markiert potenzielle Fehler direkt im Code.

Deep Research: KI-gestützte Tiefenrecherche

Deep Research ist eine leistungsstarke Recherche-Funktion in ChatGPT, die wie ein digitaler Research-Assistent agiert. Anstatt nur eine schnelle Antwort aus seinem Trainingswissen zu geben, geht ChatGPT mit Deep Research selbständig ins Internet, durchsucht Hunderte von Webseiten, PDFs und sogar Bilder, um eine ausführliche Antwort zu erarbeiten. Man startet Deep Research per Knopfdruck und gibt der KI eine komplexe Aufgabe – dann erledigt sie in vielleicht 20–30 Minuten das, wofür ein Mensch Stunden bräuchte. Dabei analysiert und begründet das System die gefundenen Informationen Schritt für Schritt, ähnlich wie ein Analyst. Am Ende steht ein umfassender bericht mit Quellenangaben, damit man die Ergebnisse nachvollziehen kann​.

 

Ein Beispiel: Fragt man Deep Research etwa „Analysiere die Social-Media-Strategien unserer Top-3-Wettbewerber“, würde ChatGPT eigenständig aktuelle Webquellen suchen, Daten zusammentragen und einen ausführlichen Report mit Insights liefern – inklusive Zitationen der Fundstellen.

 

Anwendung im Marketing

  • Marktanalyse & Trends: Marketing-Teams können Deep Research nutzen, um schnell einen Überblick über Markttrends oder Verbraucherforschung zu bekommen. Anstatt selbst zig Artikel und Studien zu lesen, formuliert man eine Anfrage (z.B. „Fasse aktuelle Studien zum Kaufverhalten in unserer Branche zusammen“) und lässt die KI die Drecksarbeit erledigen.

  • Wettbewerber-Recherche: Für Agenturen oder Unternehmen ist es Gold wert, die Aktivitäten der Konkurrenz zu kennen. Deep Research kann Berichte erstellen, die z.B. die Webpräsenz, Content-Strategie und SEO-Performance eines Wettbewerbers beleuchten – komplett mit Zahlen, Beispielen und Quellenbelegen.

  • Content-Recherche: Beim Erstellen von Whitepapern, E-Books oder Blogartikeln mit hohem Informationsgehalt kann Deep Research im Hintergrund als Researcher dienen. Marketer geben das Thema vor (z.B. „Künstliche Intelligenz im Marketing: aktuelle Statistiken und Beispiele“) und erhalten nach einiger Zeit gut aufbereitete Inhalte, die sie weiterverarbeiten können – was auch für KI Marketing Weiterbildung super ist, da man nebenbei viel lernt.

Projects: Arbeitsbereiche für Kontext & Organisation

Projects (Projekt-Bereiche) in ChatGPT sind eine Art virtueller Ordner oder Workspace, in dem man mehrere Chats und Dateien gebündelt verwalten kann. Diese Funktion hilft vor allem dann, wenn man an größeren Vorhaben arbeitet, die mehrere Chat-Konversationen und Informationsquellen umfassen. Anstatt lauter Einzeldialoge ohne Zusammenhang zu führen, legt man ein Project an – z.B. „Kampagne Sommer 2025“ – und gruppiert dort relevante Chats. Alle Unterhaltungen in einem Project teilen sich den gleichen Kontext: Hochgeladene Dateien (z.B. Briefings, Datenblätter) und festgelegte Custom Instructions (persönliche Vorgaben) gelten projektweit​. Das bedeutet, ChatGPT weiß in allen diesen Chats über die hinterlegten Infos Bescheid und kann sie bei Antworten berücksichtigen​.

 

Ein weiterer Vorteil: In Project-Chats steht standardmäßig das leistungsfähige GPT-4 Modell (bzw. GPT-4o) bereit​ und Funktionen wie Canvas, erweiterte Datenanalyse, DALL·E-Bilderzeugung oder Websuche sind verfügbar​ – ein richtiges All-in-One-KI-Werkzeugkasten für das Projekt.

 

Anwendung im Marketing

 

  • Kampagnenplanung: Marketing-Teams können pro Kampagne ein Project anlegen. Alle relevanten Materialien – vom kreativen Briefing über Zielgruppen-Personas bis zum Mediaplan – werden als Dateien hochgeladen. In verschiedenen Chats innerhalb des Projects lassen sich dann z.B. Slogans brainstormen, Social-Media-Postings entwerfen oder Budgetzahlen analysieren, ohne immer wieder von vorn erklären zu müssen, da ChatGPT den Kampagnenkontext bereits kennt.

  • Client-Management für Agenturen: Agenturen mit vielen Kundenprojekten profitieren von Projects, indem sie für jeden Kunden einen eigenen KI-Arbeitsbereich schaffen. Im „Client X“-Project könnte man z.B. die Markenrichtlinien, bisherige Kampagnen und Produktinfos hinterlegen. Jeder Mitarbeiter, der ChatGPT für diesen Kunden nutzt – etwa um eine Angebotspräsentation zu schreiben oder eine Marktanalyse zu erstellen – hat die gleiche Wissensbasis zur Verfügung. Das sorgt für konsistente Ergebnisse im Sinne des Kunden.

  • Team-Kollaboration und Wissensbasis: In größeren Marketing-Abteilungen kann ein Project auch als Living Document fungieren. Man könnte ein Project „Best Practices & Training“ anlegen, dort Dateien wie Leitfäden oder Case Studies hochladen und ChatGPT für interne KI Marketing Schulungen nutzen. Neue Mitarbeiter könnten in ChatGPT innerhalb dieses Projects Fragen stellen („Wie handhaben wir Social Media in Krisensituationen?“) und die KI antwortet basierend auf den hinterlegten Unternehmens-Leitfäden.

Memory: Langzeitgedächtnis für personalisierte KI-Erlebnisse

Die Memory-Funktion verleiht ChatGPT ein gewisses Gedächtnis über einzelne Chats hinaus. Normalerweise war es so: Jede neue Chat-Konversation startete bei Null, und ChatGPT kannte keinerlei Details aus früheren Gesprächen mit dem Nutzer. Mit der Einführung von Memory änderte sich das. Jetzt kann ChatGPT übergreifend Informationen aus früheren Unterhaltungen behalten und in neuen Chats darauf zurückgreifen​. Sam Altman, der CEO von OpenAI, beschreibt es so: ChatGPT kann „all deine vergangenen Unterhaltungen referenzieren“. Damit bewegt sich ChatGPT in Richtung eines echten persönlichen Assistenten, der den Nutzer immer besser kennt.

Technisch funktioniert das in zwei Formen: Man kann bestimmte Fakten oder Anweisungen dauerhaft speichern (“Saved Memories”), beispielsweise „Meine Firma heißt XY und unser Produkt Z richtet sich an Zielgruppe A“. Diese Informationen behält ChatGPT und berücksichtigt sie von sich aus. Zusätzlich gibt es die automatische Chat-Historien-Referenz – das heißt, selbst wenn man nichts explizit gespeichert hat, kann ChatGPT nun aus vergangenen Chats „lernen“ bzw. Rückschlüsse ziehen, um neue Antworten zu personalisieren. Natürlich passiert das alles nur, wenn man Memory eingeschaltet hat; die Nutzer*innen haben volle Kontrolle und können Memory auch abschalten oder gespeicherte Infos löschen​(wichtiger Punkt z.B. hinsichtlich Datenschutz, gerade in Europa ist Memory zunächst nicht aktiv verfügbar).

 

Anwendung im Marketing

 

  • Persönliche Assistentenrolle: Für Marketer bedeutet Memory, dass ChatGPT sich Dinge merkt, z.B. bevorzugte Tonalität, wiederkehrende Themen oder frühere Projekte. Wenn du der KI einmal erzählt hast, welche Brand Voice Ihre Marke hat (z.B. locker und humorvoll, oder seriös und fachlich), kann ChatGPT bei künftigen Texten diesen Stil automatisch einhalten, ohne dass du es jedes Mal neu instruieren musst.

  • Beschleunigte Arbeitsprozesse: Angenommen, ein Marketing-Team nutzt ChatGPT regelmäßig für ähnliche Aufgaben – etwa Newsletter-Texte. Mit Memory „weiß“ ChatGPT vielleicht noch, welche Produkte letzten Monat beworben wurden oder welche CTA-Formulierungen man bevorzugt. In einem neuen Chat kann es dann kontextvoll antworten, z.B. „Wie letztes Mal könnten wir auf das Event XY hinweisen“, was die Konversation effizienter macht.

  • Konsistenz über Kampagnen hinweg: Bei längeren Kampagnen mit mehreren Touchpoints (Blog, Mailings, Social Media) achtet ChatGPT dank Memory eher auf Konsistenz. Erwähnt man in einem Chat eine bestimmte Promo-Aktion, kann die KI das in einem späteren Chat erinnern und z.B. vorschlagen, diese Aktion auch in anderen Kanälen zu erwähnen. Das kommt einem echten Teamkollegen nahe, der sagt: „Vergiss nicht, wir hatten doch mal darüber gesprochen…“.

  • Training & Onboarding: Memory kann sogar in Schulungs- oder Coaching-Szenarien nützlich sein. Wenn eine Marketerin über Wochen mit ChatGPT lernt (z.B. „Erkläre mir nach und nach, wie Google Ads funktioniert“), dann kann die KI im späteren Verlauf Wissen aus den ersten Sessions wieder aufgreifen („Wie wir bereits festgestellt haben, ist Keyword-Research zentral…“). Das macht die KI Marketing Weiterbildung persönlicher und zusammenhängender.

Hinweis: Für Nutzer, die datenschutzsensibel sind, bietet OpenAI Möglichkeiten, Memory zu pausieren oder nicht zu nutzen​. Es ist also kein Zwang, sondern ein Opt-in-Feature, das man nach Bedarf aktivieren kann.

Custom GPTs: Eigene KI-Assistenten ohne Programmierung erstellen

Mit Custom GPTs (benutzerdefinierten GPTs) hat OpenAI eine Funktion eingeführt, die es allen ermöglicht, sich quasi einen maßgeschneiderten ChatGPT zu bauen. Die Idee dahinter: Man kombiniert spezielle Anweisungen, eigenes Wissen/Daten und wählt aus, welche Fähigkeiten das Modell haben soll – und erstellt daraus eine individuelle KI, die genau auf einen bestimmten Zweck zugeschnitten ist​. Das kann komplett ohne eine Zeile Programmiercode erfolgen. Über eine einfache Benutzeroberfläche startet man eine neue „GPT“, gibt ihr einen Namen, legt fest, wie sie sprechen soll, füttert optional Informationen ein (z.B. Produktkatalog, Unternehmensinfos) und kann Tools freischalten, die sie nutzen darf (z.B. Websuche, Datenanalyse, DALL·E-Bilderzeugung). Schon hat man einen eigenen KI-Assistenten, den man für sich nutzen oder sogar mit anderen teilen kann​. OpenAI hat hierfür sogar einen GPT-Store angekündigt, wo solche custom AIs veröffentlicht und gefunden werden können​.

 

Für Marketer ist das spannend: Statt immer das allgemeine ChatGPT zu verwenden, könnte man sich z.B. einen „Social-Media-Assistenten“, einen „SEO-Analysten“ oder „Produkt-Experten“ als separate GPT anlegen. Diese Custom GPTsverhalten sich dann wie spezialisierte Mitarbeiter mit KI-Power.

 

Anwendung im Marketing

 

  • Marken-Experte GPT: Unternehmen können einen GPT erstellen, der alles über die eigene Marke weiß. Man könnte alle wichtigen FAQs, Produktdaten, Markenrichtlinien etc. als Wissensbasis hinterlegen. Marketing- und Sales-Teams chatten dann mit diesem Custom GPT, der immer in der Marke „denkt“. Beispiel: „Schreibe einen LinkedIn-Post über Produkt X im Tonfall unserer Marke.“ – Der Custom GPT wird konsistente, markengerechte Vorschläge machen, weil er die hinterlegten Infos nutzt.

  • Content-Ideen Generator: Ein Marketer könnte sich einen GPT bauen namens „Ideenwerkstatt“, der auf Kreativität getrimmt ist. Dieser bekommt vielleicht die Erlaubnis zur Websuche, um ständig aktuelle Inspirationen zu ziehen, sowie extra Prompt-Vorgaben, besonders unkonventionelle Vorschläge zu liefern. Sobald man frische Kampagnen-Ideen braucht, fragt man diesen Assistenten und bekommt Brainstorming-Ergebnisse, die ein normaler ChatGPT vielleicht nicht so ohne weiteres liefern würde, weil er nicht mit diesen speziellen Regeln ausgestattet ist.

  • Training und E-Learning GPT: Für KI Marketing Schulung und Weiterbildung lassen sich Custom GPTs als Tutoren einsetzen. Ein Beispiel: Eine Agentur erstellt „Marketing-Lehrer GPT“, der darauf trainiert ist, Fragen rund um Marketing 1×1 zu beantworten, Quizaufgaben zu stellen und Tipps zu geben. Neue Mitarbeiter oder Kund*innen können mit diesem GPT üben und lernen – es ist wie ein interaktives Lehrbuch, das auf die eigenen Materialien angepasst wurde.

  • Kundenservice-Chatbot: Ähnlich wie Marken-Experte, aber speziell auf externe Nutzung: Ein Custom GPT könnte als Chatbot für Kunden dienen. Etwa ein öffentlich geteilter GPT, den Kunden fragen können („Wie verwende ich Produkt X?“ – und er antwortet hilfreich). Dank GPT-Store perspektivisch sogar monetarisierbar, falls man besonders wertvolle Bots erstellt.

Vergleich der Funktionen: Übersichtstabelle

 

Zum Abschluss ein Vergleich der wichtigsten ChatGPT-Funktionen und was sie jeweils auszeichnet. Diese Tabelle fasst die Kerndaten zusammen – von der Beschreibung über Marketing-Einsatz bis zu den Vorteilen:

ChatGPT-Funktionen im Marketing

Überblick der wichtigsten Tools und deren Einsatzbereiche

Canvas

Kurzbeschreibung

Separates Editor-Fenster für gemeinsames Schreiben & Codieren neben dem Chat. ChatGPT gibt Inline-Feedback auf markierte Textstellen, während der Nutzer direkt im Dokument Änderungen vornimmt.

Marketing-Einsatz

Blogartikel oder Social Posts im Team gemeinsam mit KI überarbeiten; Code-Snippets (z.B. Analytics-Trackingcode) einfügen und von ChatGPT prüfen lassen.

Wichtige Vorteile

  • Präzise Text- und Code-Überarbeitung im Kontext
  • Spart Korrekturschleifen, da Änderungen direkt erfolgen
  • Bessere Zusammenarbeit: KI als Co-Autor/Lektor im gleichen Dokument

Deep Research

Kurzbeschreibung

KI-gestützter Recherche-Agent, der eigenständig das Web durchsucht und ausführliche Reports erstellt. Führt mehrstufige Suchen durch, analysiert Texte/Dateien und liefert Ergebnisse mit Quellenangaben.

Marketing-Einsatz

Marktrecherche zu Trends oder Konkurrenz in wenigen Minuten; Hintergründe und Daten für Whitepaper oder Kampagnenstrategie zusammentragen lassen (inkl. Zitaten für Präsentationen).

Wichtige Vorteile

  • Enorme Zeitersparnis bei Recherchen
  • Tiefgehende, umfassende Analysen (findet auch versteckte Infos)
  • Quellen-verifiziert: Jeder Fakt belegbar, höheres Vertrauen
  • Ermöglicht datenbasierte Entscheidungen ohne manuelle Rechercheaufwände

Projects

Kurzbeschreibung

Arbeitsbereiche zum Gruppieren von Chats und Dateien. Geteilter Kontext: Hochgeladene Dateien (Daten, Briefings) und Custom Instructions gelten für alle Chats im Projekt. Chats nutzen GPT-4 und Tools wie Canvas, Websuche etc.

Marketing-Einsatz

Projekt „Produktlaunch“ mit allen relevanten Infos (Produktdetails, Zielgruppe) als Dateien anlegen. In verschiedenen Chats darin z.B. Slogans texten, Pressemitteilung verfassen, Budget berechnen – jeweils greift ChatGPT auf die Projektinfos zurück.

Wichtige Vorteile

  • Konsistenz & Kontext: KI berücksichtigt hinterlegte Infos immer
  • Struktur & Ordnung statt Chat-Chaos
  • Vielfältige KI-Tools im Projekt sofort verfügbar (One-Stop-Shop)
  • Teamfähig: Gemeinsame Wissensbasis für alle, weniger Einarbeitung pro Chat

Memory

Kurzbeschreibung

Langzeitgedächtnis für ChatGPT über einzelne Chats hinaus. Kann auf vergangene Gespräche referenzieren, um zukünftige Antworten zu personalisieren. Gespeicherte Fakten/Präferenzen (Saved Memories) und automatische Chat-Historien-Referenz verbessern Kontextverständnis.

Marketing-Einsatz

Einmal Marken-Tonalität und Produktdetails speichern – bei jeder weiteren Textgenerierung hält sich ChatGPT automatisch daran. Persönliche Vorlieben (z.B. Formalitätsgrad) vormerken, sodass die KI künftige Antworten darauf abstimmt.

Wichtige Vorteile

  • Personalisierte KI: Antworten passen sich Nutzer & Marke an, ohne ständiges Wiederholen
  • Konsistenz über Zeit: frühere Infos fließen in neue Ergebnisse ein
  • Spart Zeit und Tipparbeit (weniger Briefing nötig pro Session)
  • Nutzerkontrolle: jederzeit lösch- oder abschaltbar, Datenschutz konform

Custom GPTs

Kurzbeschreibung

Benutzerdefinierte ChatGPT-Versionen (GPT-4-basiert) mit eigenen Anweisungen, Wissen und Tools. Lassen sich ohne Programmierung erstellen und für bestimmte Aufgaben oder Rollen trainieren. Könnten intern oder via GPT-Store geteilt werden.

Marketing-Einsatz

„Social Media Coach GPT“ mit hinterlegten Best Practices, der Posts vorschlägt und auf Tone-of-Voice achtet; „Produkt FAQ GPT“ für Kunden mit allen Daten zu Produkten; „Marketing-Trainer GPT“ für interne Schulungen, der Fragen beantwortet und Quiz generiert.

Wichtige Vorteile

  • Spezialisiert: KI-Assistent für jeden Zweck (höhere Relevanz der Antworten)
  • Einfache Erstellung, keine Coding-Skills nötig
  • Markenkonformität: verankerte Unternehmensstimme und Fakten
  • Teilen & Skalieren: Wissen institutionalisieren (Team-Zugriff oder als Produkt für Kunden)

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Fazit

 

ChatGPTs neue Funktionen bieten dem Marketing-Bereich ein ganzes Arsenal an Möglichkeiten. Von der kreativen Textoptimierung in Canvas über datengestützte Analysen via Deep Research bis hin zu eigenen KI-Assistenten mit Custom GPTs oder der Entwickler-Integration mittels Assistants API – für nahezu jede Marketing-Herausforderung gibt es eine passende KI-Unterstützung. Wichtig ist, diese Tools strategisch und kompetent einzusetzen. Durch gezielte KI-Marketing-Schulungen und Weiterbildungen können Marketing-Teams lernen, das volle Potenzial auszuschöpfen und Prozesse effizienter sowie kreativer zu gestalten. Klar ist: Künstliche Intelligenz im Marketing ist vom Buzzword zur gelebten Praxis gereift. Wer jetzt die aktuellen ChatGPT-Funktionen versteht und anwendet, verschafft sich einen Wettbewerbsvorteil – sei es eine Marketerin, die im Alleingang brilliert, oder ein ganzes Team, das AI-augmented zusammenarbeitet. Die Zukunft des Marketings ist hybrid: Menschen + KI im perfekten Zusammenspiel. In diesem Sinne lohnt es sich, am Ball zu bleiben und die neuen Möglichkeiten von ChatGPT proaktiv auszuprobieren.

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